Finissage: Lüpertz sieht Münstermann

Dem „Malerfürsten“ Markus Lüpertz zu begegnen, war ein besonderes Erlebnis, als er heute auf Einladung des Landesmuseums zum Abschluss der großen Münstermann-Ausstellung nach Oldenburg kam. Im eindrücklichen Gespräch mit Stefan Trinks (FAZ) sprach er im ausverkauften Schlosssaal über seine Entdeckung des „Apolls von Varel“ im Berliner Bode-Museum und von seiner Faszination für Ludwig Münstermann. Seine Seelenverwandtschaft fand in 99 Zeichnungen einen starken, expressiven Ausdruck. Vollkommen solitär sei Münstermann, den man am besten gar nicht in eine Stilrichtung einordnen solle. Riemenschneider sei wie ein „Hutzelmännchen“ dagegen, und er schmunzelte selber bei seinen Worten. Und überhaupt gäbe es nichts Neues in Malerei und Skulptur, was nicht schon da war, sondern immer neue Künstler mit ihrem Wirken und Können. In Münstermanns Werken liege etwas Unerklärbares, ja Mystisches. Kunst müssen man halt glauben, nicht verstehen. 

Im Anschluss an die kurzweilige Stunde, führte Anna Heinze Markus Lüpertz, ausgestattet mit seinen Markenzeichen Ring, Totenkopf-Stock und großem Hut, durch die Ausstellung, mit viel Fachsimpeln und Staunen. Auch der vielen, die am letzten Tag einen letzten Blick auf Münstermann werfen wollten. Da begegneten sich zwei Künstler auf Augenhöhe. 

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